|
GamePäd engagiert sich gegen Onlinesucht |
|
|
|
|
Geschrieben von: Philip
|
|
Samstag, den 26. Juni 2010 um 19:50 Uhr |
|
Vor einigen Wochen ging eine besonders tragische Nachricht um die Welt: In Südkorea verhungerte ein drei Monate altes Baby, weil es von den Eltern vernachlässigt wurde. Das onlinesüchtige Pärchen verbrachte täglich mehrere Stunden in Internetcafés und spielte eine Online-Simulation, bei der es darum ging ein virtuelles Kind großzuziehen. Ein Gericht verurteilte die beiden inzwischen zu Haftstrafen. Solche und ähnliche Fälle sind in Korea leider nicht singulär. Bereits 2005 starb ein Säugling, während die Eltern in einem Internetcafé World of Warcraft spielten.
Onlinesucht - Das unbekannte Wesen
Sucht gehört ohne jeden Zweifel zu den größten Gefahren von Computerspielen. Laut Drogen- und Suchtbericht des Bundesministeriums für Gesundheit aus dem Jahr 2009 sind zwischen 3% und 7% aller Internetnutzer onlinesüchtig. Bei etwa 40 Millionen Nutzern in Deutschland macht das gut 2,8 Millionen Süchtige. Trotz dieser erschreckend hohen Zahl, wird die Onlinesucht leider nur als Randerscheinung wahrgenommen. Die deutschlandweit bisher einzige stationäre Therapie-Einrichtung zur Behandlung betroffener Kinder wurde 2005 aus Kostengründen geschlossen, obwohl gute Ergebnisse erzielt wurden. Seit Januar 2010 existieren allerdings in Hannover wieder mehrere stationäre Rehabilitationsplätze für onlinesüchtige Jugendliche. Die deutschen Krankenkassen erkennen Online- bzw. Computersucht jedoch nicht als Krankheit an.
GamePäd kämpft gegen Onlinesucht
GamePäd setzt sich für einen kritischen, aber fairen Umgang mit Computerspielen ein. So sehr wir uns gegen die gängigen Klischees und Vorurteile engagieren, so sind wir uns doch auch der existenten Gefahren von Computerspielen bewusst. Eine Suchterkrankung gehört sicherlich zu den schlimmsten Folgen von übermäßigem Spielkonsum. Damit eine Sucht erst gar nicht entstehen kann, ist es uns wichtig aufzuklären und auf Gefahren hinzuweisen. Aus diesem Grund sammeln wir umfangreich Informationen zum Thema Onlinesucht und stellen diese anschaulich aufbereitet auf unserem Online-Angebot zur Verfügung.
Kompetente Beratung ist wichtig
Onlinesucht ist wie alle Suchterkrankungen eine ernsthafte Krankheit, die professionell behandelt werden sollte. Falsche Selbsthilfe kann in vielen Fällen das ursprüngliche Problem intensivieren. Wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis einen Onlinesüchtigen vermuten, kontaktieren Sie bitte eine Suchtberatungsstelle, die Sie kompetent unterstützen wird.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 26. Juni 2010 um 20:07 Uhr |